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Begründung der Auswahl:
Ausgewählt wurde dieses Buch, weil es auf perfekte Weise
einen Stil aus zwei verschiedenen Perspektiven gewinnt: Autor und Illustrator
ergänzen sich, um das Licht und den Schatten zu zeigen, die so oft
spanische Kunstwerke durchziehen. Das Buch erschafft eine Atmosphäre
des Geheimnisvollen und Fantastischen, die auf der ersten Seite beginnt
und fortschreitet bis zum abschließenden Crescendo des Glücks.
Inhalt:
Gabriel hat seinen Kreisel verloren und ist darüber sehr unglücklich.
In der Schule freundet er sich mit einem recht seltsamen Mädchen
namens Analisa an, die weder regelmäßig zum Unterricht erscheint
noch mit irgendeinem der Kinder redet. An dem Tag, als Gabriel seinen
Kreisel verliert, spricht Analisa mit ihm. Sie weiß, warum er so
traurig ist und sie weiß, wo er seinen Kreisel wiederfinden kann.
Sie bringt ihn zu einer sehr alten Villa, die von einem seltsamen jedoch
eleganten und mächtig aussehenden Mann bewohnt wird – dem Hüter
der verlorenen Dinge. Er führt die Kinder in sein großes und
fantasieanregendes Haus mit vielen riesigen Zimmern, die alle verlorene
Dinge beinhalten. Er zeigt Gabriel als erstes einen Raum, in dem sich
anscheinend nur verloren gegangenes Spielzeug befindet. Hier entdeckt
Gabriel seinen Kreisel.
Als Gabriel gehen möchte, mahnt der Hüter ihn, dass er nur dann
zurückkehren solle, wenn er einen sehr guten Grund dafür habe.
Als er jedoch in der Bibliothek ist, fällt Gabriel ein, dass seine
Mutter eine alte Taschenuhr verloren hat, also beschließt er, diese
zu finden. Der Hüter ist über Gabriels erneuten Besuch nicht
besonders erfreut, aber er zeigt ihm dennoch ein Zimmer mit vielen verloren
gegangenen Uhren. Hier findet er – sehr zur Überraschung und Freude
seiner Mutter – ihre Uhr wieder. Zurück in der Bibliothek entdeckt
Gabriel einen kleinen Spiegel, der seiner Meinung nach Analisa gehört.
Noch einmal geht er zum Hüter, da er Analisa dort vermutet. Schließlich
findet er sie in dem Raum mit den verlorenen Spiegeln, wo ihr Gesicht
von überall her reflektiert wird. Zuerst vermutet er, dass sie eine
Gefangene des Hüters der verlorenen Dinge sei, aber dann findet er
heraus, dass Analisa selbst verloren gegangen ist und auf jemanden wartet,
der sie findet.
Aktivitäten für den Einsatz in der
Schule:
1. Besprechen Sie, was es heißt, etwas zu verlieren und
i) die Freude, es wiederzufinden ODER
ii) den Kummer, wenn man weiß, dass man es nicht wiederfinden wird.
Lassen Sie die Kinder einen Brief an einen Freund/die Eltern schreiben,
worin sie beschreiben, wie sie sich fühlen ODER
lassen Sie die Kinder die Situation mit einem Partner szenisch umsetzen.
2. Diskutieren Sie über die Figur des Gabriel in der Geschichte
i) Wo er lebt; das Klima; die Schule; sein Aussehen usw.
ii) Sein Gefühl des Verlusts; seine Einsamkeit; was es bedeutet,
einen Freund zu finden usw.
Setzen Sie mit den Kindern die Geschichte von Gabriel und Analisa in Form
eines Storyboards fort ODER
lassen Sie die Kinder ein Storyboard darüber anfertigen, wie sie
selbst einen ihrer Freunde kennengelernt haben ODER lassen Sie die Kinder
ein Gedicht über eine Situation schreiben, in der sie sich sehr einsam
gefühlt haben.
3. Schauen Sie sich die Illustrationen auf den Seiten 24 und 34 an.
i) Können die Kinder die Anspielungen auf Dali und Velázquez
finden?
ii) Finden Sie mit den Kindern so viel wie möglich über diese
beiden spanischen Künstler heraus.
Lassen Sie die Kinder ein kleines Faltblatt anfertigen, auf dem sie Freunde/Eltern/Lehrer
zu einer Ausstellung dieser beiden Maler einladen ODER lassen Sie die
Kinder versuchen, im Stil dieser Maler zu malen.
Reflexion:
Die warmen Braun- und Orangetöne der Illustrationen in El
guardián del olvido spiegeln die spanische Landschaft und
das Klima von Spanien wider. Welche Farben würden Ihrer Meinung nach
für Ihr Land passend sein?
NB: Weitere Aktivitäten im Bereich Literatur und
Sprache finden Sie in Picture Books sans Frontières ,
beziehbar von tb@trentham-books.co.uk
oder bei www.amazon.co.uk
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